PROJEKT-MOBILFUNK

Projekt: Untersuchung der Möglichkeiten zur Minimierung der HF-Exposition der
Bevölkerung durch regionale integrierte Netzplanung

(Optimale Mobilfunkversorgung bei minimaler elektromagnetischer
Strahlenbelastung für die Bürger)
Ein Projekt, welches in besonderem Maße geeignet erscheint, im Spannungsfeld der
kontroversen und emotional geführten Mobilfunkdebatte einen von allen Parteien
akzeptierten Kompromiss aufzuzeigen. Ziel des Projektes ist die Minimierung der HFExposition
für die Bevölkerung bei flächendeckend gesicherter Versorgung mit
Mobilfunkleistungen.
Besonders in Bergregionen könnte erstmals – unter Beteiligung fachlich kompetenter
Partner – ein Konzept entwickelt werden, welches einerseits sowohl die ökonomische
Notwendigkeit der Bertreiberfirmen im Hinblick auf kostengünstigen Netzaufbau,
Netzabdeckung und optimierter Netzstruktur berücksichtigt, und andererseits der
Forderung der Bürger nach möglichst geringer Belastung durch hochfrequenten
elektromagnetischen Strahlen gerecht wird.
Die fachliche Durchführung und Betreuung des Forschungsvorhabens wird durch
die Beteiligung von Hochfrequenz-Ingenieuren (Dipl. Ing.) und Medizinern
gewährleistet.

Konzept für eine kommunale Netzplanung zur Minimierung der hoch-frequenten
elektromagnetischen Wellen (Mobilfunk) bei optimaler mobiler
fernmeldetechnischer Versorgung der Bevölkerung
Die Situation

In der Bergregion des Siebengebirges (NRW) möchten die Betreiberfirmen 02
(e-plus) und Vodafon (D 2) einen 45 Meter hohen Mobilfunksendemast mitten in der
Wohnbebauung errichten. Dieser Mast solI die GSM-Versorgung ergänzen und zu
einem späteren Zeitpunkt auch zur UMTS-Versorgung dienen. In einem Abstand von
1.100 m befindet sich bereits ein 60 m hoher Mobilfunkmast im Außenbereich. Die
Mobilfunkbetreiber sind weder bereit, Vorschläge für ein flächendeckendes Netz zu
erarbeiten noch die von ihnen zugrunde gelegten Planungsparameter bekannt zu
geben.

Die Aufgaben der Gemeinde

Die Gemeinden unterstützen die Mobilfunkbetreiber, um eine flächendeckende
Versorgung im Gemeindegebiet zu ermöglichen. Als Tr&¨gerin der gemeindlichen
Planungshoheit
- streben sie eine geordnete Standortplanung im gesamten Stadtgebiet für die
Mobilfunkmasten an,
- möchten sie sicherstellen, dass das Stadtbild im Natur- und Kulturraum
Siebengebirge möglichst wenig beeinträchtigt wird,
- wollen sie die Qualität des Wohnstandortes Königswinter erhalten und sichern,
- wollen sie die Wohngebiete, Schulen, Kindergärten u.ä. möglichst geringen
Einwirkungen durch hochfrequente elektromagnetische Strahlungen aussetzen
und so den Besorgnissen der Menschen Rechnung tragen.

Das Projekt
Als Synthese der unterschiedlichen Standpunkte bietet sich ein Modell an, das als
Referenzmodell repräsentativ für das gesamte Bundesgebiet dienen kann. Es soll der
Versorgungspflicht der Mobilfunkbetreiber, den städtebaulichen Belangen der
Gemeinden und dem Schutz der Bevölkerung vor vermeidbaren Strahlungsbelastungen
Rechnung tragen. Dieses Projekt geht von einer Standortplanung aus,
welches eine Standortauswahl für Sendemasten nach den Kriterien der optimalen
Versorgung der Region mit Mobilfunk bei gleichzeitiger minimaler Belastung für die
Bevölkerung vornimmt. Als Projektgebiet ist die ländliche Bergregion im
Siebengebirge (NRW) bestimmt. Die Bergregion besteht aus mehreren kleinen
Dörfern, eingebettet in eine hügelige, bewaldete Landschaft (Siebengebirge).
Die Ergebnisse der Untersuchung können zeigen, dass für eine flächendeckende
Mobilfunkversorgung unter Vorsorgeaspekten keine Standorte in unmittelbarer Nähe
von Wohngebieten erforderlich sind.
Wichtige Parameter sollen sein:
- die Leistungsflussdichte im Außenbereich der Wohnbebauung (Outdoor) soll
so gering wie möglich sein,
- ein Standort in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten oder öffentlichen
sensiblen Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen soll vermieden werden,
- die Netzqualität soll so beschaffen sein, dass eine Grundversorgung des
Gemeindegebietes sichergestellt ist. Grundversorgung bedeutet, dass der
Handyempfang außer Haus im oberirdischen Bereich stets störungsfrei möglich
und der Empfang innerhalb der Gebäude grundsätzlich durch das Festnetz
gewährleistet ist.
- Der Standort soll so beschaffen sein, dass er das Ortsbild nicht stört.