LICHT UND FARBE

Glühbirne und Co

Da geht uns ein Licht auf

 

Warum sind Glühlampen verboten? Das Verbot der Glühlampe basiert auf einer Gesetzesvorlage der EU, wonach Leuchtmittel verboten sind, die zu viel elektrische Energie in Wärme anstatt in Licht umwandeln.

Darf man die jetzt verbotenen Glühlampen noch kaufen und einsetzen? Selbstverständlich. Alle „alten“ Leuchtmittel dürfen nach wie vor eingesetzt werden. Egal ob 60, 75 oder 100 Watt.

Welche Lampenarten gibt es?
Zur Beleuchtung in Innenräumen gibt es 3 unterschiedliche Arten:
a) die sogenannten thermischen Strahler. Hierunter fallen die Glühlampen aber auch die Halogenlampen. Lampen dieses Typs besitzen einen Glühfaden, der sich bei Stromfluss erhitzt. Auch die natürliche Lichtquelle, unsere Sonne, ist ein thermischer Strahler.
b) die Leuchtstoffröhren und ihre kompakte Form, die Energiesparlampen. Bei diesen Lampen wird durch Stromfluss ein Gas zum Leuchten angeregt. Für diesen Prozess ist Quecksilber notwendig, weswegen bei Bruch Vergiftungsgefahr besteht und die Lampen als Sondermüll entsorgt werden müssen.
c) die immer mehr verbreiteten LED-Lampen. Hier wird das Licht durch einen Stromfluss in einem Halbleiterkristall erzeugt. Zur Lichterzeugung ist dabei eine geringe elektrische Leistung notwendig.

Wie sollte das   Lichtspektrum aussehen? Das Spektrum sollte dem natürlichen Sonnenlicht entsprechen. Charakteristisch ist ein kontinuierliches Spektrum, das alle Farben enthält. Je nach Tageszeit ändert sich der Anteil von blau (hauptsächlich tags) und rot (hauptsächlich abends). 

Ist das Licht aller Beleuchtungsmittel gleich? Keinesfalls. Das Lichtspektrum der Leuchtmittel ist vollkommen verschieden. Die Temperaturstrahler besitzen ein kontinuierliches Spektrum, während dagegen z.B. das Licht der Energiesparlampen hauptsächlich aus den drei Farben Rot, Grün und Blau besteht.



Natürliches Abendlicht                



Glühlampen u Halogenlicht


 

Woran erkennt man, ob das Licht mehr kalt oder warm ist? Entscheidend hierfür ist die Farbtemperatur, die auf allen Verpackungen in Kelvin angegeben wird. Licht mit einer Farbtemperatur von unter 3000 Kelvin hat einen größeren Rot-Anteil, entspricht dem  Glühlampenlicht (2700°) und ist ein warmes Licht. Je höher die Farbtemperatur ist, desto blauer ist das Licht und desto kälter wirkt es. Blaues Licht verhindert auch bei geringen Beleuchtungsstärken die Melatonin-Produktion. Ohne dieses Hormon können wir nicht schlafen. Daher sollte in den Ruhebereichen kein Licht mit einem größeren Blau-Anteil vorhanden sein. Außerdem kann blaues Licht die Augen schädigen.


  

Energiesparlampe

 

  

LED-Lampe

 

Wie hoch ist der UV- und Blau- Anteil bei den einzelnen Lichtquellen? Fast alle Lampen, auch die Glühlampen, geben UV Licht ab. Die Intensität des UV-Anteils ist in der Regel vernachlässigbar gering und mit der natürlichen Strahlung oder der Strahlung in einem Sonnenstudio nicht vergleichbar.

Gibt es bei der Farbwiedergabe von Gegenständen Unterschiede?  Je mehr Farben in dem Lichtspektrum vorhanden sind, desto besser kann das menschliche Auge einzelne Farben von Gegenständen unterscheiden. Hierbei sind die Temperaturstrahler unübertroffen. Deutlich schlechter sind die Energiesparlampen, Schlusslicht sind die LED-Lampen.

Gibt es noch weitere Nachteile gegenüber den Temperaturstrahlern? Das Licht der LED- und Energiesparlampen flimmert in Abhängigkeit von der vorhandenen Elektronik. Dieses Flimmern wird direkt von den Sehnerven aufgenommen und unbewusst vom Gehirn verarbeitet =  Stressfaktor. Zusätzlich werden mit der gleichen Taktung Funkwellen erzeugt, deren Intensität manche Lang- und Mittelwellensender überlagern. 


Empfehlung

Als Ersatz für eine herkömmliche Glühlampe sollten Sie Hochvolt-Halogen-Lampen (230 Volt) verwenden. Diese werden alternativ zur Glühlampe in die herkömmlichen Fassungen (E27 und E14) geschraubt. Vom Lichtspektrum und Lichtflimmern sind Niedervolt-Halogen-Lampen (12 Volt) zwar genauso geeignet. Ihr Licht ist aber etwas kälter und der Trafo erzeugt magnetische Felder . Mit geschirmten Leuchten können Sie noch mehr zu Ihrem Wohlbefinden beitragen!

Setzen Sie keine Energiesparlampen im Wohnbereich ein!  Diese benötigen zur vollen Entfaltung der Leuchtkraft je nach Ausführung lange Zeit. Ihr Spektrum ist nicht kontinuierlich, sie erzeugen hochfrequenten Elektrosmog und enthalten giftiges Quecksilber.

Auch die LED-Lampen überzeugen trotz ihres kontinuierlichen Lichtspektrums nicht bei der Farbwiedergabe. Das Flimmern und die z. T. erhebliche Emission hochfrequenter Funkwellen lässt sie derzeit noch nicht als Alternative zur Glühlampe erscheinen.