MAGNETFELDANOMALIEN

 

GEOLOGISCHE STÖRUNGEN

(Erdstrahlung und Wasseradern)

 

Was sind Erdstrahlen?

Erdstrahlung ist überall. Es gibt auf der Erde keinen Quadratmeter ohne Erdmagnetfeld und radioak­tive Strahlung aus dem Bodengrund. Beide Faktoren sind eine flächendeckende und physikalisch messbare Realität. Beide Faktoren sind - in der richtigen Dosis - natürlich, wichtig und lebenserhaltend. Und nicht nur die, andere terrestrische Einflüsse ebenso.

 

Gibt es geologische Störungen?

Geologische Störungen entstehen durch z.B. Wasseradern oder Ver­werfungen im Bodengrund. Diese sind als veränderte radioaktive Erd­strahlung (Gamma, Neutronen) und als verändertes Erdmagnetfeld oberirdisch messbar: Die Radioaktivität und das magnetische Feld der Erde sind in lokal begrenzten Zonen reduziert (meist bei Wasserläu­fen) oder erhöht (meist bei Verwerfungen, Spalten, Brüchen). Diese "Störzonen" können mehrere Dezimeter bis einige Meter breit sein.

Nicht nur die Baubiologie, auch die Geologie als Wissenschaft bedient sich dieser Terminologie.

 

Wie misst die Wissenschaft?

Die Wissenschaft kennt geologische Störungen, Verwerfungen, Wasserführungen, Gräben und Lagerstätten. Über den geologischen Störzonen ist häufig eine leichte Verzerrung des Erdmagnetfeldes festzustellen. Oder es ist die radioaktive Strahlung verändert. Oder beides. Geologische Störungen werden mit hochsensiblen 3D-Magneto­metern (für das veränderte Erdmagnetfeld) und mit empfindlichen Szintillationszäh­lern (für die veränderte radioaktive Strahlung) gemessen.

 

Wie misst die Baubiologie?

Baubiologen sind keine Rutengänger, Baubiologen sind Messtechniker und arbeiten objektiv.  Mit dem erwähnten 3D-Magnetometer wird die Verzerrung des Erdmagnetfeldes über geologisch gestörtem Grund gut sichtbar. Der Szintillationszähler weist die kleinste Abweichung der terrestrischen Radioaktivität nach.

 

Erdmagnetfeld

Der Magnetometer, dieser 'elektronische Kompass', macht geologische Anomalien per Digitalanzeige oder PC-Auswertung sichtbar. Deshalb gehört die zuverlässige Messung mit sensiblen Magnetometern zum baubiologischen Standard bei geologischen Auffälligkeiten.

Bei Haus- und Schlafplatzuntersuchungen müssen bei diesem Magnetometer-Messverfahren allerdings die technischen  

Überlagerungen des Erdmagnetfeldes durch Stahl in Baumasse und Einrichtung berücksichtigt werden. Die Anwendung im Haus ist durch diese fast immer stattfindende Überlagerung technischer Magnetfelder von Baumasse und Einrichtung oft schwierig. Bei Grundstücksuntersuchungen ist der 3D-Magnetome­ter gut geeignet und unverzichtbar, um eindeutige Auffälligkeiten über geologisch gestörtem Boden schnell und zuverlässig zu orten.

 

Erdstrahlung - Radioaktivität

Es gibt über geologischen Störungen Veränderungen der natürlichen Radioaktivität. Diese radioaktive Auffälligkeit über solchen geologischen Störungen ist, ähnlich den Magnetometermessungen, eine messtechnisch sichere Sa­che und, wie die Erdmagnetfeldverzerrungen auch, ein mögliches bio­logisches Risiko, gerade durch die regelmäßige Langzeiteinwirkung in Schlafbereichen.

Szintillationszähler sind Messgeräte für Radioaktivität und werden für anspruchsvolle Strahlenmessungen eingesetzt, z.B. in der Kernphysik und in der Medizin. Szintillationszähler sind auch in der geologischen Wissenschaft bevorzugte Gerä­te. Die Geräte haben ne­ben der hohen Messgenauigkeit den Vorteil außergewöhnlicher Gam­mastrahlen-Empfind­lichkeit, und er wartet zudem mit einer ausgeprägten Neutronen-Sensibilität auf. Neutronen gehen durch alle Baustoffe fast ungehindert hindurch. Nur Wasser und andere spezifische Stoffe bremsen sie ab. Mediziner wissen, dass Neutronenstrahlung in der Bewertung aller radioaktiven Risiken an erster Stelle stehen.

 

Gibt es weitere Messverfahren?

Messungen z.B. mit Ionometern, der UKW-Feldstärke, des Hautwiderstandes und der Bodenleitfähigkeit sind möglich, aber oft nur schwer zu interpretieren, da speziell in den Häusern  zu viele Einflüsse baulicher und physikalischer Art das Ergebnis verfälschen.

 

Machen Erdstrahlen oder Wasseradern krank?

Wie so oft  gilt: Die Dosis macht das Gift. Jede Art Strahlung kann gesund oder riskant sein. Die lokal begrenzte, veränderte Dosis im Bereich von geologischen Störzonen ist recht gering, eine biologische Bewertung allein deshalb schwierig. Biologische Probleme durch solche Störzonen sind wissenschaftlich kaum ak­zeptiert, empirisch jedoch feststellbar. Die Baubiologie hält es für überspitzt, vorschnell von "geopathogenen Zonen" oder gar "Krebszonen" zu sprechen und Panik zu verbreiten, wenn es um Erd­strah­lung und die diesbezüglichen Auf­fälligkeiten geht. Gibt es eindeutige messtechnische Hinweise auf geologisch gestörten Grund, dann empfehlen Baubiolog(inn) en stets und vorsichtshalber den Schlafplatzwechsel in diesbezüglich unauffällige Bereiche. Das ist oft schon machbar nur durch eine geringe Korrektur des Bettes um nicht mal einen Meter, manchmal durch einen Raumwechsel.

 

Helfen Entstörgeräte?

Entstörgeräte können keine Gamma- und Neutronenstrahlung abhal­ten oder Erdmagnetfeldanomalien beseitigen. Eine Abschirmung oder anderweitige "Harmonisierung" bzw. "Entstörung" ist nachweislich nicht möglich. Die ein­zig sichere Entstörung ist das Ausweichen auf neutrale Plätze. Von teuren Entstörgeräten profitiert nur der Hersteller.

 

Tipps zur Reduzierung

-  Meiden Sie geologisch verursachte Störungen vorsichtshalber und besonders dann, wenn es sich um Langzeiteinwirkungen, an erster Stelle um Schlafplätze, handelt.

-  Lassen Sie Ihr Grundstück geologisch messen, am besten vor dem Kauf.

-  Bauen Sie möglichst nicht auf geologisch gestörtem Grund oder planen Sie die Raumaufteilung Ihres Hauses entsprechend.

-  Informieren Sie sich bei einem Geologischen Landesamt, ob es kartografierte Störungen in Ihrem Lebensraum gibt.

-  Führen Sie gesundheitliche Beschwerden nicht voreilig nur auf geologische Störungen zurück, wenn Sie noch nichts über die baubiologische Gesamtsituation wissen.

-  Recherchieren Sie immer ganzheitlich, reduzieren Sie alle Stressfaktoren elektrischer, mag­netischer, raumklimatischer, toxischer und mikrobiologischer Art.